Baustahl · Werkstoff 1.8734 · HB500 Verschleißblech
HB500: höchstabriebfestes Verschleißblech mit rund 500 HBW
Sie suchen einen Hersteller für Laser- oder Biegeteile aus dem Verschleißblech HB500? Auf orderspot laden Sie Ihre CAD-Datei hoch und vergleichen in Sekunden die Preise, Liefertermine und Standorte geprüfter Fertigungsbetriebe – kostenlos und ohne Zwischenhandel.
HB500 (Werkstoffnummer 1.8734) ist ein höchstabriebfestes Verschleißblech mit einer Nennhärte von rund 500 HBW. Es wird durch Vergüten – Härten und Anlassen – hergestellt und bietet die höchste Verschleißfestigkeit der gängigen Standardgüten. Mit steigender Härte nehmen Zähigkeit und Verarbeitbarkeit ab, weshalb HB500 gezielt bei extremem Abrieb eingesetzt wird. Verschleißbleche werden nicht über eine feste Normbezeichnung, sondern über ihre garantierte Härte definiert und unter Markennamen wie Hardox, Dillidur, XAR oder RAEX gehandelt.
Rund 500 HBW
Die Härte ist der entscheidende Kennwert: ca. 500 HBW bieten höchste Abriebfestigkeit bei extremer Beanspruchung.
Höchst verschleißfest
Widersteht schwerem Abrieb, Schlag und Kornreibung – für maximale Standzeit unter härtesten Bedingungen.
Für extremen Abrieb
Die härteste der gängigen Standardgüten – gezielt dort, wo HB400 oder HB450 zu schnell verschleißen.
Anspruchsvoller in der Verarbeitung
Schweißen und Kanten sind möglich, verlangen aber Vorwärmen, große Biegeradien und genaue Beachtung der Herstellervorgaben.
Korrosionsschutz nötig
HB500 ist niedriglegiert und nicht rostbeständig. Für den Außeneinsatz lackieren, pulverbeschichten oder verzinken.
Laserschneidbar
Wird mit Sauerstoff geschnitten; Dicke und hohe Härte bestimmen die wirtschaftlichen Grenzen.
Live aus dem Herstellerangebot
Verfügbare Blechdicken, Oberflächen und Bauteilgrößen
Diese Übersicht wird automatisch aus dem tatsächlichen Angebot der teilnehmenden orderspot-Hersteller erzeugt. Sie zeigt je Oberfläche, welche Blechdicken verfügbar sind, wie groß Ihr Bauteil maximal werden darf und ob Gravur bzw. Markierung möglich ist.
Warmgewalzt
Im System hinterlegte Blechdicken: 3 · 4 · 5 · 6 · 8 · 10 · 12 · 15 · 20 · 25 · 30 mm
Dieses Material anfragenVerfügbarkeiten, Blechdicken und maximale Bauteilgrößen werden automatisch aus dem aktuellen Angebot der orderspot-Hersteller ermittelt. Die Spalte „Gravur" zeigt an, ob Hersteller, die dieses Maß anbieten, auch Gravur bzw. Markierung ausführen.
Werkstoffkunde
Eigenschaften und typische Anwendungen von HB500
Verschleißbleche wie HB500 sind niedriglegierte Vergütungsstähle. Durch Wasserhärten und anschließendes Anlassen entsteht ein martensitisches Gefüge, das dem Blech seine hohe Härte gibt. Die Zahl im Namen bezeichnet die ungefähre Brinellhärte in HBW – bei HB500 also rund 500 HBW. Weil es keine übergreifende EN-Norm für Verschleißbleche gibt, ist die garantierte Härte laut Herstellerdatenblatt das maßgebliche Kriterium.
HB500 ist die härteste der gängigen Standard-Verschleißgüten und wird dort eingesetzt, wo HB400 oder HB450 zu schnell verschleißen. Die hohe Härte geht zulasten von Zähigkeit und Verarbeitbarkeit, weshalb Schweißen und Umformen mehr Sorgfalt verlangen. Wie unlegierter Baustahl ist HB500 nicht korrosionsbeständig und wird bei Bedarf beschichtet oder verzinkt.
Typische Einsatzbereiche
- Brecher-, Mühlen- und Siebauskleidungen
- Baggerzähne, Löffel und Verschleißkanten
- Schütten, Rutschen und Trichter mit starkem Abrieb
- Container- und Muldenpanzerung
- Recycling-, Steinbruch- und Bergbautechnik
- Verschleiß- und Panzerplatten
- Höchst abrasiv beanspruchte Laserteile
Verschleißbleche der Klasse rund 500 HBW werden unter verschiedenen Markennamen gehandelt – die Zahl steht dabei für die Härte. Gängige Handelsnamen sind Hardox, Dillidur, XAR und RAEX (jeweils mit der Härtezahl, z. B. Hardox 500 oder XAR 500). Maßgeblich für die Auswahl ist immer die garantierte Härte in HBW.
Fertigung
HB500 laserschneiden, kanten und schützen
Über orderspot fertigen spezialisierte Betriebe Ihre Bauteile aus HB500 mit modernen Lasern. Beim Laserschneiden wird meist Sauerstoff als Schneidgas eingesetzt; Blechdicke und die hohe Härte bestimmen die wirtschaftlichen Grenzen. Anschließend werden die Zuschnitte gebogen und abgekantet – bei dieser Härte mit besonders großen Biegeradien quer zur Walzrichtung –, entgratet oder mit Gewinden versehen.
Weil niedriglegierter Verschleißstahl rostet, lässt sich HB500 für den Außeneinsatz verzinken, lackieren oder pulverbeschichten. Beim Schweißen und Umformen sind die Herstellervorgaben zu Vorwärmen und Mindestbiegeradius besonders sorgfältig zu beachten. Welche Anarbeitungen, Oberflächen und Bauteilgrößen möglich sind, hängt vom jeweiligen Hersteller ab – und genau das macht orderspot für jede Position transparent. Als Nachweis der Werkstoffgüte ist auf Wunsch ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1 erhältlich.
In Sekunden zum Angebot
Laserteile aus HB500 online bestellen
Mit einer STEP- oder DXF-Datei erhalten Sie in wenigen Sekunden Angebote vieler geprüfter Hersteller gleichzeitig – und bestellen direkt beim günstigsten, schnellsten oder nächstgelegenen Betrieb.
Ohne Zwischenhandel sind Ihre Bauteile oft spürbar günstiger. Für Sie als Käufer ist orderspot kostenlos.

Datei hochladen
DXF- oder STEP-Datei hochladen und je Position Material, Oberfläche und Menge festlegen.
Angebote vergleichen
Der Kalkulator ermittelt sofort Preis, Liefertermin und Entfernung für jeden Hersteller.
Direkt bestellen
Sie wählen den passenden Betrieb – der Vertrag kommt direkt zwischen Ihnen und dem Hersteller zustande.
Technische Daten
Technische Eigenschaften von HB500
Verschleißbleche sind nicht über eine EN-Norm, sondern über ihre garantierte Härte in HBW definiert. Die folgenden Kennwerte gelten für HB500 (1.8734) als Blech; chemische Zusammensetzung und exakte Festigkeitswerte sind herstellerspezifisch. Rohre und Stabstähle gehören nicht zum orderspot-Angebot und sind hier bewusst nicht berücksichtigt.
Härte (maßgeblicher Kennwert)
Brinellhärte HBW nach Herstellerdatenblatt; Nennhärte und typischer Bereich.
| Nennhärte | ca. 500 HBW |
| Typischer Härtebereich | ca. 470–530 HBW |
| Lieferzustand | vergütet (gehärtet und angelassen) |
Chemische Charakteristik
Die genaue Zusammensetzung ist herstellerspezifisch; maßgeblich ist die garantierte Härte. Angegeben ist der Legierungscharakter.
| Legierungstyp | Niedriglegierter Vergütungsstahl (gehärtet und angelassen) |
| Härteträger | Kohlenstoff, mit der Härteklasse steigend |
| Legierungselemente | u. a. Mangan, Chrom, teils Nickel, Molybdän und Bor (herstellerabhängig) |
| Begleitelemente | Phosphor und Schwefel auf niedrige Gehalte begrenzt |
Physikalische Eigenschaften (bei 20 °C)
Richtwerte für niedriglegierten Vergütungsstahl.
| Dichte | 7,80 g/cm³ |
| Elastizitätsmodul | 210 kN/mm² (210 GPa) |
| Wärmeausdehnung (20–100 °C) | ca. 12 × 10⁻⁶ K⁻¹ |
| Spezifische Wärmekapazität | ca. 460 J/(kg·K) |
| Magnetisierbar | ja (ferromagnetisch) |
Markennamen und Härteklassen
Verschleißbleche werden unter Markennamen gehandelt, die die Härtezahl im Namen führen.
| Werkstoffnummer | 1.8734 |
| Härteklasse | ~ 500 HBW |
| Markennamen (Beispiele) | Hardox, Dillidur, XAR, RAEX (jeweils mit Härtezahl, z. B. Hardox 500, XAR 500) |
Häufige Alternativen zu HB500 – und wann sie sinnvoll sind
Alle genannten Werkstoffe sind als Blech verfügbar; Rohre und Stabstähle sind nicht Teil des Vergleichs.
| Werkstoff | Kurzcharakter | Statt HB500 sinnvoll, wenn … |
|---|---|---|
| HB450 (1.8722) | Verschleißblech ~450 HBW | etwas geringerer Abrieb auftritt und bessere Verarbeitbarkeit gefragt ist |
| HB400 (1.8714) | Verschleißblech ~400 HBW | moderater Abrieb ausreicht und einfache Verarbeitung zählt |
| HB300 (1.8704) | Verschleißblech ~300 HBW | nur mäßiger Abrieb auftritt |
| S355J2 (1.0577) | zäher Konstruktionsbaustahl | Schweiß- und Umformeignung wichtiger sind als Abriebschutz |
| S700MC (1.8974) | hochfester Feinkornbaustahl | hohe Streckgrenze statt Verschleißfestigkeit gefragt ist |
Gut zu wissen
Häufige Fragen zu HB500
Was ist ein HB500-Verschleißblech?
HB500 (1.8734) ist ein höchstabriebfestes Verschleißblech mit einer Nennhärte von rund 500 HBW. Es wird durch Härten und Anlassen vergütet und unter Markennamen wie Hardox, Dillidur, XAR oder RAEX gehandelt. Maßgeblich ist die garantierte Härte in HBW.
Wie hart ist HB500?
Die Nennhärte liegt bei etwa 500 HBW, der typische Bereich bei rund 470–530 HBW. HB500 ist die härteste der gängigen Standard-Verschleißgüten.
Lässt sich HB500 schweißen und kanten?
Ja, aber mit mehr Sorgfalt. Wegen der hohen Härte sind Vorwärmen und besonders große Biegeradien quer zur Walzrichtung nötig. Die Herstellervorgaben zu Vorwärmtemperatur und Mindestbiegeradius sind unbedingt einzuhalten.
Rostet HB500?
Ja. HB500 ist ein niedriglegierter Stahl und nicht korrosionsbeständig. Für den Außeneinsatz wird das Blech lackiert, pulverbeschichtet oder verzinkt.
Wann HB500 statt HB400 oder HB450?
HB500 ist die richtige Wahl bei extremem Abrieb, wenn die weicheren Güten zu schnell verschleißen. Da Zähigkeit und Verarbeitbarkeit mit der Härte abnehmen, sollte die Güte immer zur tatsächlichen Beanspruchung passen.
