Baustahl · Werkstoff 1.8714 · HB400 Verschleißblech
HB400: das universelle Verschleißblech mit rund 400 HBW
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HB400 (Werkstoffnummer 1.8714) ist das meistverwendete abriebfeste Verschleißblech mit einer Nennhärte von rund 400 HBW. Es wird durch Vergüten – Härten und Anlassen – hergestellt und bietet einen guten Kompromiss aus hoher Verschleißfestigkeit und noch praktikabler Verarbeitbarkeit. Verschleißbleche werden nicht über eine feste Normbezeichnung, sondern über ihre garantierte Härte definiert und unter Markennamen wie Hardox, Dillidur, Durostat oder XAR gehandelt.
Rund 400 HBW
Die Härte ist der entscheidende Kennwert: ca. 400 HBW bieten hohe Abriebfestigkeit für viele typische Verschleißanwendungen.
Sehr verschleißfest
Widersteht Reibung, Schlag und Abrasion deutlich besser als unlegierter Baustahl – die Standzeit steigt erheblich.
Guter Allrounder
HB400 gilt als universelle Verschleißgüte mit ausgewogenem Verhältnis aus Härte und Zähigkeit.
Schweiß- und kantbar
Lässt sich schweißen und kanten – mit passendem Biegeradius und, je nach Dicke, mit Vorwärmen nach Herstellervorgabe.
Korrosionsschutz nötig
HB400 ist niedriglegiert und nicht rostbeständig. Für den Außeneinsatz lackieren, pulverbeschichten oder verzinken.
Laserschneidbar
Wird mit Sauerstoff geschnitten; Dicke und Härte bestimmen die wirtschaftlichen Grenzen.
Live aus dem Herstellerangebot
Verfügbare Blechdicken, Oberflächen und Bauteilgrößen
Diese Übersicht wird automatisch aus dem tatsächlichen Angebot der teilnehmenden orderspot-Hersteller erzeugt. Sie zeigt je Oberfläche, welche Blechdicken verfügbar sind, wie groß Ihr Bauteil maximal werden darf und ob Gravur bzw. Markierung möglich ist.
Warmgewalzt
| Dicke | Max. Bauteilgröße | Gravur |
|---|---|---|
| 4 mm | 2.990 × 1.490 mm | ✓ |
| 8 mm | 2.990 × 1.490 mm | — |
Verfügbarkeiten, Blechdicken und maximale Bauteilgrößen werden automatisch aus dem aktuellen Angebot der orderspot-Hersteller ermittelt. Die Spalte „Gravur" zeigt an, ob Hersteller, die dieses Maß anbieten, auch Gravur bzw. Markierung ausführen.
Werkstoffkunde
Eigenschaften und typische Anwendungen von HB400
Verschleißbleche wie HB400 sind niedriglegierte Vergütungsstähle. Durch Wasserhärten und anschließendes Anlassen entsteht ein martensitisches Gefüge, das dem Blech seine hohe Härte gibt. Die Zahl im Namen bezeichnet die ungefähre Brinellhärte in HBW – bei HB400 also rund 400 HBW. Weil es keine übergreifende EN-Norm für Verschleißbleche gibt, ist die garantierte Härte laut Herstellerdatenblatt das maßgebliche Kriterium.
HB400 ist die am häufigsten eingesetzte Verschleißgüte und gilt als Allrounder: hoher Abriebschutz bei noch guter Verarbeitbarkeit. Für stärkeren Abrieb kommen die härteren Güten HB450 oder HB500 zum Einsatz, für einfachere Fälle das weichere HB300. Wie unlegierter Baustahl ist HB400 nicht korrosionsbeständig und wird bei Bedarf beschichtet oder verzinkt.
Typische Einsatzbereiche
- Baggerschaufeln, Löffel und Verschleißkanten
- Schütten, Rutschen und Trichter
- Container-, Mulden- und Kippauskleidungen
- Brecher- und Siebanlagen
- Recycling- und Aufbereitungstechnik
- Verschleiß- und Panzerplatten
- Abrasiv beanspruchte Laserteile
Verschleißbleche der Klasse rund 400 HBW werden unter verschiedenen Markennamen gehandelt – die Zahl steht dabei für die Härte. Gängige Handelsnamen sind Hardox, Dillidur, Durostat und XAR (jeweils mit der Härtezahl, z. B. Hardox 400 oder XAR 400). Maßgeblich für die Auswahl ist immer die garantierte Härte in HBW.
Fertigung
HB400 laserschneiden, kanten und schützen
Über orderspot fertigen spezialisierte Betriebe Ihre Bauteile aus HB400 mit modernen Lasern. Beim Laserschneiden wird meist Sauerstoff als Schneidgas eingesetzt; Blechdicke und Härte bestimmen die wirtschaftlichen Grenzen. Anschließend werden die Zuschnitte gebogen und abgekantet – bei Verschleißblechen mit größeren Biegeradien quer zur Walzrichtung –, entgratet oder mit Gewinden versehen.
Weil niedriglegierter Verschleißstahl rostet, lässt sich HB400 für den Außeneinsatz verzinken, lackieren oder pulverbeschichten. Beim Schweißen und Umformen sind die Herstellervorgaben zu Vorwärmen und Mindestbiegeradius zu beachten. Welche Anarbeitungen, Oberflächen und Bauteilgrößen möglich sind, hängt vom jeweiligen Hersteller ab – und genau das macht orderspot für jede Position transparent. Als Nachweis der Werkstoffgüte ist auf Wunsch ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1 erhältlich.
In Sekunden zum Angebot
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Technische Daten
Technische Eigenschaften von HB400
Verschleißbleche sind nicht über eine EN-Norm, sondern über ihre garantierte Härte in HBW definiert. Die folgenden Kennwerte gelten für HB400 (1.8714) als Blech; chemische Zusammensetzung und exakte Festigkeitswerte sind herstellerspezifisch. Rohre und Stabstähle gehören nicht zum orderspot-Angebot und sind hier bewusst nicht berücksichtigt.
Härte (maßgeblicher Kennwert)
Brinellhärte HBW nach Herstellerdatenblatt; Nennhärte und typischer Bereich.
| Nennhärte | ca. 400 HBW |
| Typischer Härtebereich | ca. 370–430 HBW |
| Lieferzustand | vergütet (gehärtet und angelassen) |
Chemische Charakteristik
Die genaue Zusammensetzung ist herstellerspezifisch; maßgeblich ist die garantierte Härte. Angegeben ist der Legierungscharakter.
| Legierungstyp | Niedriglegierter Vergütungsstahl (gehärtet und angelassen) |
| Härteträger | Kohlenstoff, mit der Härteklasse steigend |
| Legierungselemente | u. a. Mangan, Chrom, teils Nickel, Molybdän und Bor (herstellerabhängig) |
| Begleitelemente | Phosphor und Schwefel auf niedrige Gehalte begrenzt |
Physikalische Eigenschaften (bei 20 °C)
Richtwerte für niedriglegierten Vergütungsstahl.
| Dichte | 7,80 g/cm³ |
| Elastizitätsmodul | 210 kN/mm² (210 GPa) |
| Wärmeausdehnung (20–100 °C) | ca. 12 × 10⁻⁶ K⁻¹ |
| Spezifische Wärmekapazität | ca. 460 J/(kg·K) |
| Magnetisierbar | ja (ferromagnetisch) |
Markennamen und Härteklassen
Verschleißbleche werden unter Markennamen gehandelt, die die Härtezahl im Namen führen.
| Werkstoffnummer | 1.8714 |
| Härteklasse | ~ 400 HBW |
| Markennamen (Beispiele) | Hardox, Dillidur, Durostat, XAR (jeweils mit Härtezahl, z. B. Hardox 400, XAR 400) |
Häufige Alternativen zu HB400 – und wann sie sinnvoll sind
Alle genannten Werkstoffe sind als Blech verfügbar; Rohre und Stabstähle sind nicht Teil des Vergleichs.
| Werkstoff | Kurzcharakter | Statt HB400 sinnvoll, wenn … |
|---|---|---|
| HB300 (1.8704) | Verschleißblech ~300 HBW | geringerer Abrieb auftritt und die Verarbeitbarkeit im Vordergrund steht |
| HB450 (1.8722) | Verschleißblech ~450 HBW | höhere Abrasion mehr Härte verlangt |
| HB500 (1.8734) | Verschleißblech ~500 HBW | extremer Verschleiß maximale Härte erfordert |
| S355J2 (1.0577) | zäher Konstruktionsbaustahl | Schweiß- und Umformeignung wichtiger sind als Abriebschutz |
| S700MC (1.8974) | hochfester Feinkornbaustahl | hohe Streckgrenze statt Verschleißfestigkeit gefragt ist |
Gut zu wissen
Häufige Fragen zu HB400
Was ist ein HB400-Verschleißblech?
HB400 (1.8714) ist ein abriebfestes Verschleißblech mit einer Nennhärte von rund 400 HBW. Es wird durch Härten und Anlassen vergütet und unter Markennamen wie Hardox, Dillidur, Durostat oder XAR gehandelt. Maßgeblich ist die garantierte Härte in HBW.
Wie hart ist HB400?
Die Nennhärte liegt bei etwa 400 HBW, der typische Bereich bei rund 370–430 HBW. HB400 ist die am häufigsten eingesetzte Verschleißgüte und gilt als guter Allrounder.
Lässt sich HB400 schweißen und kanten?
Ja. HB400 lässt sich schweißen und kanten. Je nach Blechdicke ist Vorwärmen sinnvoll, und beim Abkanten sind größere Biegeradien quer zur Walzrichtung einzuhalten – die Herstellervorgaben sind zu beachten.
Rostet HB400?
Ja. HB400 ist ein niedriglegierter Stahl und nicht korrosionsbeständig. Für den Außeneinsatz wird das Blech lackiert, pulverbeschichtet oder verzinkt.
Was ist der Unterschied zwischen HB400 und HB500?
HB500 ist mit rund 500 HBW deutlich härter und verschleißfester als HB400, dafür weniger zäh und schwerer zu verarbeiten. HB400 ist der Allrounder, HB500 die Wahl bei extremem Abrieb.
